Aktuell

Sparmassnahmen im Gesundheitswesen – Warum? Wozu? Wem dienen sie?

von Prof. Dr. med. David Holzmann, Zürich

Aktuell ist die Welt durch die Pandemie einer neuen Viruserkrankung in Atem gehalten, und uns allen ist die Bedeutung eines guten und gut funktionierenden Gesundheitswesens wieder einmal deutlich vor Augen getreten. Aber obwohl die Stimmen in der Bevölkerung noch lauter werden, dass Spitalschliessun-gen gerade jetzt, angesichts des nachweislich ungenügenden Pandemieschutzes, absolut unverantwortlich wären, halten Gesundheitsökonomen am Kurs von Spitalschliessungen eisern fest. Es stellt sich die Frage, ob Bundesrat und Parlament stramm ihren gesundheitspolitischen Kurs weiterverfolgen werden, der weitere Sparmassnahmen vorsieht, oder ob doch mehr Vernunft einkehrt. Es bleibt zu befürchten, dass die schon vor dem Auftauchen des Corona-Virus geplanten Spitalschliessungen und Massnahmen gegen die stetig steigenden Krankenkassenprämien von den Entscheidungsträgern ungeachtet der Fakten weiter verfolgt werden. Ungeachtet der Fakten, will heissen, dass einer Planung von Sparmassnahmen ein Blick auf die Ursachen der steigenden Krankenkassenprämien voranzustellen wäre.  Gemeinhin ist der Bevölkerung aber nicht klar, wie und warum die Krankenkassenprämien stetig steigen oder warum Bund und Kantone sich immer weniger an Gesundheitskosten beteiligen. Diese Klärung soll hier nachgeholt werden, wobei ein Blick in die jüngste Geschichte unseres Landes unumgänglich ist.

https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2020/nr-14-30-juni-2020/sparmassnahmen-im-gesundheitswesen-warum-wozu-wem-dienen-sie.html

 

 

 

 


Patientenverfügungen während der Corona-Epidemie

2. April 2020

Patientenverfügungen während der Corona-Epidemie

In der Schweiz wird alles unternommen, um in der Corona-Krise die Überlastung der Spitäler zu verhindern. In kürzester Zeit wurden im ganzen Land die Zahl an Betten in Isolationsabteilungen und Intensivstationen vergrössert und die Zahl von Gesundheitspersonal erhöht. Oberstes Ziel ist der Schutz jedes Lebens. Hierzu wird jegliche Energie verwendet und hierzu kann auch jeder im Land mithelfen, wenn er die Regeln, sich und andere zu schützen einhält. Die intensivmedizinischen Kapazitäten sind in der Schweiz aktuell ausreichend[1]. Es gehört aber auch zur Vorsorge, dass sich Fachleute Gedanken zum Umgang mit einer möglichen Ressourcenknappheit machen.

Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) hat deshalb alle gefährdeten Personen darum gebeten, Patientenverfügungen auszufüllen bzw. zu erneuern für den Fall, dass eine intensivmedizinische Behandlung nötig wird. Diese Bitte um Unterstützung von den durch die COVID19 Pandemie besonders geforderten Intensivmedizinern sollte ernst genommen werden. Leider wird deren Aufruf von einigen dazu benutzt, das umstrittene Modell des advanced care planning (gesundheitliche Vorausplanung für den Zeitpunkt der eigenen Urteilsunfähigkeit)[2] zu bewerben und dessen lebensverneinende Tendenzen in Umlauf zu bringen – in einer Zeit, in der die Kräfte darauf ausgerichtet sind, das Leben aller angesichts der Pandemie zu schützen. Eine tiefergehende inhaltliche Auseinandersetzung mit dem advanced care planning muss warten, bis wieder Kräfte frei sind. Nicht warten können aber konkrete Antworten auf Fragen, die sich im Kontext mit dem Aufruf zum Verfassen von Patientenverfügungen stellen.

 

Aufgrund zahlreicher Anfragen legen wir Ihnen einige grundlegende Gedanken dazu dar:

Wie hilft eine Patientenverfügung dem Intensivmediziner?

In einer Notfallsituation kennen die Ärzte die Patienten oft nicht und können nicht in der erforderlichen Zeit seine Wünsche und Werte in Erfahrung bringen. In der Corona-Krise kann sich dieses Problem nochmals verschärfen. Bei einer Überbelastung des gesamten medizinischen Systems kann wertvolle Zeit verloren gehen, wenn nicht sorgfältig dokumentiert ist, welche Entscheidungen bereits getroffen wurden.

Wie werden Behandlungsentscheidungen getroffen?

Bei der ärztlichen Entscheidung für oder gegen eine Behandlung – das gilt für alle Behandlungen, nicht nur intensivmedizinische – wird zunächst die medizinische Indikation geprüft. Ist diese gegeben, ist der Patientenwille massgeblich. Nur wenn eine medizinische Indikation besteht und der Patient mit einer Behandlung einverstanden ist, wird diese durchgeführt. Wenn ein Patient sich nicht zu einer Behandlung äussern kann, z.B. weil er bewusstlos ist, wird die Patientenverfügung herbeigezogen, um etwas über die Vorstellungen des Patienten zu erfahren. Gibt es keine Patientenverfügung, wird die nächste Bezugsperson nach dem mutmasslichen Willen des Patienten befragt.

Was heisst dies für intensivmedizinische Behandlungen?

Eine intensivmedizinische Behandlung ist belastend und muss medizinisch realistische Aussichten auf Erfolg haben. Es soll ein Gesundheitszustand wieder erreichbar sein, der mehr als nur Leiden oder den baldigen Tod beinhaltet. Eine Einschätzung der Prognose ist nicht einfach. Wenn bereits vor der Behandlung auf der Intensivstation schwere andere Erkrankungen (Komorbiditäten) vorliegen, ist die Prognose schlechter. Ob hohes Alter an sich ein Prognosefaktor ist, bleibt umstritten. Die in höherem Alter häufig bestehenden Komorbiditäten sind aber relevant. In Zweifelsfällen hinsichtlich der zu erwartenden Lebensqualität und des zu erwartenden Behandlungserfolgs einer intensivmedizinischen Behandlung entscheidet der (mutmassliche) Wille des Patienten.

Patientenverfügungen sollten idealerweise mit Unterstützung des Hausarztes oder eines anderen Arztes des Vertrauens erstellt werden, der die individuelle gesundheitliche Situation und die Persönlichkeit des Patienten gut kennt, mit ihm gemeinsam mögliche Komplikationen besprechen und den Patienten unterstützen kann, in diesem Kontext seinen Wünschen und Werten Ausdruck zu verleihen.

Was ist heikel an der derzeitigen Situation um Patientenverfügungen bei Corona-Infektion?

Es darf kein Druck auf Patienten, insbesondere nicht auf vulnerable Gruppen ausgeübt werden, in ihren Patientenverfügungen den Verzicht auf intensivmedizinische Massnahmen festzuhalten. Auch weiterhin gilt: das Erstellen einer Patientenverfügung ist freiwillig, eine Beratung muss realitätsnah und ergebnisoffen erfolgen! Es ist nicht zulässig, dass Ärzte oder Pflegende ihre Patienten zum Verfassen oder Ändern von Patientenverfügungen drängen oder gar versuchen, deren Inhalt zu beeinflussen. Patientenverfügungen sollen Ausdruck der Autonomie des Patienten sein und dessen Wünsche und Werte festhalten.

Die Tonlage, in der in verschiedenen Publikationen das Thema Patientenverfügung bei älteren Patienten angesprochen wird, ist weder zielführend noch human. Fragen wie: was hält sie denn überhaupt noch am Leben etc. suggerieren, dass Lebensmüdigkeit bei älteren Menschen normal sei und aktiv erfragt werden müsse. Das ist unzulässig, schadet dem Vertrauen in die Gesundheitsversorgung und widerspricht den SAMW-Richtlinien zu Intensivmedizinischen Massnahmen und deren Ergänzung zur Triage in der COVID-19-Pandemie, nach denen niemand wegen seines Alters diskriminiert werden darf. Die lebensverneinende Tonlage ist Teil der Bestrebungen zur Legalisierung der Euthanasie und suggeriert „wir sollen sterben wollen“. Dies darf nicht Grundlage für das Verfassen von Patientenverfügungen sein!

Entscheidet sich ein Patient gegen eine intensivmedizinische Behandlung, ist dies nicht mit einem medizinischen Fatalismus gleichzusetzen und heisst nicht, dass auf Abklärungen oder medizinische Behandlungen generell verzichtet werden soll.

Was ist ausserdem noch wichtig?

Nicht zu vergessen ist, dass in einer Patientenverfügung nicht nur ein Verzicht auf intensivmedizinische Massnahmen, sondern auch der explizite Wunsch nach intensivmedizinischen Massnahmen festgehalten werden kann.

Für Patienten, die mit COVID 19 eine schlechte Prognose haben und nicht intensivmedizinisch behandelt werden wollen oder können, sollten palliativmedizinische Behandlungen insbesondere zur Linderung von Atemnot und Angst eingesetzt werden. Auch die menschliche Begleitung sollte möglich sein.

Der beste Schutz für besonders gefährdete Gruppen bleibt der Schutz vor Ansteckung mit dem neuen Coronavirus!

 

[1] Stellungnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin: Prognosestudien während der COVID-19-PandemieBasel, 27. März 2020, https://www.sgi-ssmi.ch/files/Dateiverwaltung/COVID_19/IMSGCVCM_Stellungnahme_COVID-19_Prognosestudien_DE.pdf

[2] https://www.acp-i.org

 

HGS, PV, Corona. 2. April 2020


Brief der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz an den Bundesrat

Fanas, Uetliburg, 23.03.2020

 

Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin Sommaruga

Sehr geehrte Bundesrätinnen und Bundesräte

 

Im Namen des Vorstandes der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz danken wir Ihnen sehr für Ihr weitsichtiges Handeln in den letzten Wochen zum Schutz des Lebens und der Gesundheit aller. Es war nötig, dass Sie die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz ausgerufen und weitreichende eindämmende Massnahmen beschlossen haben.

Die Hippokratische Gesellschaft Schweiz wird mit ihrer Aufklärungs- und Präventionstätigkeit in der Öffentlichkeit sowie unter Kollegen und Patienten den Bundesrat nach Kräften in diesem Tun unterstützen. Dass die Lage wirklich ernst ist, kann wohl niemand mehr abstreiten, der noch ernst genommen werden will.

Ihre Entscheide bieten eine vernünftige Basis dafür, dass unter den Bedingungen der Pandemie alle im Gesundheitswesen Tätigen trotzdem weiterhin ihre Arbeit zum Wohle aller ausüben können und dass trotz Corona überall im Land die notwendigste Versorgung aufrechterhalten werden kann, um schlussendlich mit vereinten Kräften die Notlage so gut wie möglich zu bewältigen und die Erkrankten bestmöglich schützen zu können. Die weitgehend solidarische Haltung der Schweizer Bevölkerung gibt Ihnen recht und zeigt, dass unsere Regierung in Verbundenheit mit der Bevölkerung entscheidet.

Wir wünschen uns allen für diese gemeinsame Aufgabe die Kraft, Ruhe und Besonnenheit, damit wir weiterhin der schwierigen Aufgabe gerecht werden.

Wir versichern Ihnen, dass wir Sie nach Kräften unterstützen und senden Ihnen

freundliche Grüsse

 

Dr. med. Raimund Klesse                         Dr. med. Susanne Lippmann-Rieder

Präsident                                                   Vizepräsidentin

 

 

Brief der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz an den Bundesrat 22.03.2020


Mitgliederversammlung und Vortrag vom 28. März 2020 werden verschoben

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie und der vom Bund getroffenen  Massnahmen sagen wir Vortrag und  Mitgliederversammlung vom 28. März 2020  ab. Ein Verschiebedatum werden wir rechtzeitig bekanntgeben.

Wir empfehlen Ihnen, die Medienkonferenz von Bundespräsidentin Sommaruga zusammen  mit den Bundesräten Berset, Keller-Sutter und G. Parmelin inklusive Diskussion mit den Journalisten anzuschauen:

https://www.htr.ch/artikel/artikel/die-medienkonferenz-des-bundesrats-26998.html

Hier eine Kurzfassung:

https://www.srf.ch/news/schweiz/massnahmen-des-bundesrates-appell-an-ein-neues-miteinander-trotz-social-distancing

Empfehlenswert ist auch das tägliche Coronavirus-Update mit Christian Drosten, Leiter der Virologie in der Berliner Charité und einer der führenden Virus-Forscher Deutschlands im NDR Info https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html. Neben den medizinischen und epidemiologischen wesentlichen Grundlagen diskutiert er mit der interviewenden Journalistin jeweils die neuesten Entwicklungen mit ihren Auswirkungen auf Politik und Alltag.


Walliser Parlament lehnt Aufnahme eines Suizidbeihilfeparagraphen ins Gesundheitsgesetz ab

Das Walliser Parlament hat mit 69 zu 57 Stimmen den Suizidhilfeparagraph, der die Alters- und Pflegeheime zur Zulassung von Suizidbeihilfe in ihren Räumen verpflichten sollte, nicht ins Gesundheitsgesetz aufgenommen. Erfreulich ist dabei auch, dass sich eine Opposition aus Ärzten, Pflegenden und Heimvertretern gebildet hat, die auch an die Öffentlichkeit getreten ist. Mit der Abstimmung  sind Zwangsverpflichtungen von Heimen und Spitälern im Wallis zur Zulassung von Suizidbeihilfe vorerst gestoppt. Allerdings wird der Staatsrat laut Radio SRF  noch dieses Jahr einen Gesetzesentwurf zur Regelung der Suizidhilfe vorlegen.

http://www.rro.ch/cms/cvp-und-svp-haben-den-artikel-ueber-die-sterbehilfe-aus-dem-gesundheitsgesetz-gestrichen-106624

 

 

 


Deutsches Bundesverfassungsgericht erklärt Paragraph 217 für verfassungswidrig

Das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichtes vom 26. Februar 2020 ist erschütternd. Es weist den Paragraphen 217, der in Absatz 1 die geschäftsmässige Suizidbeihilfe verboten hatte, als verfassungswidrig zurück und bezeichnet Suizid und Beihilfe dazu als Persönlichkeitsrecht.  Dieser Entscheid widerspricht in seinem Geist ganz und gar der Intention des deutschen Grundgesetzes, das ja angesichts der Schrecken des zweiten Weltkrieges genau die Würde und das Leben der Bürger unverbrüchlich schützen wollte. Dies nun mit dem Konstrukt des Rechtes auf den Suizid als Ausdruck von Freiheit, Autonomie und Würde ins Gegenteil zu verkehren stellt einen schweren Kulturbruch dar. Deutschland war bis jetzt sich neben Österreich und Liechtenstein in Westeuropa eines der Bollwerke gegen die massiven Euthanasiebestrebungen. Auch jetzt gab es in den Medien deutlichen Widerspruch aus allen Lagern gegen das Urteil.

Die Liga der Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben hat  in ihrer Pressemitteilung den Vorgang in seiner Bedeutung charakterisiert, ebenfalls etwas ausführlicher das Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“ (Links)

Pressemitteilung BVerfG 26.2.20 Ärzte-Liga

Pressemitteilung BVerfG 26.2.20 Arb.-Bündnis

Gemäss dem Urteil darf aber auch niemand verpflichtet werden, an Suizidhandlungen teilzunehmen. Der deutschen (wie auch der Schweizer) Ärzteschaft steht es weiterhin frei, Beihilfe zum Suizid grundsätzlich abzulehnen. Es ist die Frage an alle, in welcher Kultur wir weiterhin leben wollen. Auch an die Juristen aller Staaten richtet sich die Frage, ob sie die zunehmende Auflösung des Rechtsstaates, dessen Grundlage ja der Schutz des Lebens darstellt, weiterhin zulassen wollen.

 

Auf der Homepage des Gerichts findet sich die Pressemitteilung zu

Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung verfassungswidrig

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-012.html

sowie

der Urteilstext des Zweiten Senats

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html


Die Hippokratische Gesellschaft Schweiz setzt sich für eine vertrauenswürdige Transplantationsmedizin ein.

Vertrauenswürdig kann Transplantationsmedizin nur sein, wenn die Organspende vom Begriff her ihrem Namen treu bleibt. Der Begriff Spende beinhaltet Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit kann am besten durch die heute geltende erweiterte Einwilligungs- oder Zustimmungslösung gewährt werden.

Die vollständige Vernehmlassungsantwort der Hippokratischen Gesellschaft zur Vernehmlassung der Änderung des Transplantationsgesetzes können Sie unter Themen – Organspende herunterladen.


Weltärztebund und monotheistische abrahamitische Religionen lehnen Euthanasie und ärztlich assistierten Suizid klar ab

Auf seiner diesjährigen Jahresversammlung, die vom 23. – 26. Oktober in Tiflis, Georgien stattfand, bekräftigte der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) erneut seinen ablehnenden Standpunkt gegenüber Euthanasie und ärztlich assistiertem Suizid. Er betont sein starkes Bekenntnis zu den Grundsätzen ärztlicher Ethik und fordert höchsten Respekt vor dem menschlichen Leben. Auch solle kein Arzt zur Teilnahme an Euthanasie und assistiertem Suizid gezwungen oder dazu verpflichtet werden, diesbezüglich Überweisungsentscheidungen zu treffen.

https://www.wma.net/news-post/world-medical-association-reaffirms-opposition-to-euthanasia-and-physician-assisted-suicide/

WMA-declaration-on-euthanasia-and-physician-assisted-suicide-2019

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107111/Weltaerztebund-bestaetigt-Ablehnung-des-aerztlich-assistierten-Suizids-und-der-Euthanasie

Vertreter drei verschiedener Religionen unterzeichneten im Oktober 2019 im Vatikan eine gemeinsame Erklärung gegen Euthanasie und assistierten Suizid. „Euthanasie und assistierter Suizid sind von Natur aus und in der Konsequenz aus moralischer wie religiöser Sicht falsch und sollten ausnahmslos verboten werden. Jeglicher Druck auf Todkranke, ihr Leben durch aktives und vorsätzliches Handeln zu beenden, wird kategorisch abgelehnt.“ Gefördert und unterstützt werden solle eine qualifizierte und professionelle Palliativmedizin. Der Vatikan bezeichnete die Deklaration als historisch. Es sei das erste Mal, dass Muslime, Juden und Christen gemeinsam ein solches Dokument unterzeichneten.

https://www.domradio.de/themen/soziales/2019-10-29/uebereinstimmende-werte-vatikan-erklaerung-von-drei-religionen-gegen-euthanasie-einmalig

Monotheistische Religionen gegen Euthanasie Dichiarazione-Congiunta_ENG_Okt_2019

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106998/Religionen-unterzeichnen-Erklaerung-gegen-Euthanasie

 

Quellen: Weltärztebund, Domradio, Deutsches Ärzteblatt, Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“

 

 


Deutsche Suizidforscher gegen assistierten Suizid – Suizidalität ist der Ausdruck einer psychischen Krise

Die renommierten  deutschen Suizidforscher Prof. Martin Teising und Prof. Reinhard Lindner sprechen in ihrem Artikel vom 1. Oktober 2019 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  „Niemand stirbt für sich allein“ das Problem an, dass die Rechtsprechung die generelle Hilfsbedürftigkeit des Individuums bisher unterschätzt hat. Suizidalität sei der Ausdruck einer psychischen Krise, in der der Mensch seine Situation als ausweglos erlebt. In der Begegnung mit suizidalen Menschen könne man erleben, in welcher seelischen Not und Verzweiflung sie sich befinden. Diese Zustände könnten oftmals gerade nicht als frei bezeichnet werden. Oft verschleiere das Argument selbstbestimmter Entscheidungsfreiheit die Abhängigkeit des einzelnen von psychischen Bedürfnissen, von den Gesetzen der Natur und des Marktes. Die Vorenthaltung möglicher Hilfe mit dem Verweis auf die scheinbar freie Entscheidung eines freien Individuums sei ein Zeichen falschverstandener Selbstbestimmung und fehlender mitmenschlicher Solidarität.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-verfassungsgericht-prueft-beschwerden-zur-sterbehilfe-16410624.html

 

 

 


Jubiläumsveranstaltung vom 09. März 2019 – 20 Jahre Hippokratische Gesellschaft Schweiz

«Die hippokratische Ethik –von den Anfängen der Bioethik bis heute»

Vortrag von Prof. em. Dr. med. Dr. Stefanos J. Geroulanos, Internationale Hippokrates Stiftung

«20 Jahre Hippokratische Gesellschaft Schweiz – Rückblick und Ausblick»

Vortrag des Vorstandes

Programm siehe unten:

20 Jahre Hippokratische Gesellschaft Schweiz


SAMW-Richtlinien ermöglichen bei vorhandener Urteilsfähigkeit Beihilfe zum Suizid bei Kindern und Jugendlichen

SAMW-Richtlinien ermöglichen bei vorhandener Urteilsfähigkeit Beihilfe zum Suizid bei Kindern und Jugendlichen. Memorandum von Frau Prof. Dr. iur. Isabelle Häner

GA Prof. Häner, zu SAMW-RL 24. 10. 18


Medienmitteilung vom 25. Oktober 2018 – COMMUNIQUÉ DE PRESSE

Beihilfe zum Suizid ist keine ärztliche Tätigkeit – Ärztekammer lehnt Aufweichung der ärztlichen Ethik klar ab

L’aide au suicide n’est pas une activité médicale –  La Chambre médicale rejette clairement l’assouplissement de l’éthique médicale

Fanas, den 25. Oktober 2018 – Die Ärztekammer hat in ihrer heutigen Versammlung die fundamentale Aufweichung der ärztlichen Ethik mit klarer Mehrheit abgelehnt.
Eine Beteiligung an Selbsttötungshandlungen widerspricht diametral der ärztlichen Ethik und dem ärztlichen Berufsauftrag.
Befassen wir uns wieder damit, wie wir alten und kranken Menschen in unserer Gesellschaft Sorge tragen und sie bis zuletzt menschlich und medizinisch sorgfältig und kompetent begleiten können.

Fanas, 25 octobre 2018 – Lors de sa réunion de ce jour, la Chambre médicale a refusé un assouplissement fondamental de l’éthique médicale par une majorité claire. La participation à des actes de suicide est en contradiction flagrante avec l’éthique médicale et le mandat professionnel du médecin. Revenons à la façon dont nous pouvons, dans notre société, prendre soin des personnes âgées et malades et les accompagner humainement et médicalement de manière compétente jusqu’à la fin de leur vie.

PM Ärztekammer lehnt neue SAMW-Richtlinien klar ab. HGS 25.10.2018

HGS_Medienmitteilung_FMH-Entscheid_frz-korr


Beihilfe zum Suizid ist keine ärztliche Tätigkeit! Hippokratische Gesellschaft Schweiz vertritt den ärztlichen Standpunkt im SRF1 im Club

Im Club vom 25. September 2018 im Schweizer Fernsehen SRF1 nahm die Hippokratische Gesellschaft Schweiz an der Diskussion um die Übernahme der Richtlinien „Umgang mit Sterben und Tod“ in die ärztliche Standesordnung teil.

Der Präsident Dr. med. Raimund Klesse vertrat den ärztlichen Standpunkt, dass Beihilfe zum Suizid keine ärztliche Tätigkeit ist und einen fundamentalen  Bruch mit der ärztlichen Ethik darstellt.

Sie können die Sendung ansehen unter:

https://www.srf.ch/sendungen/club/mein-arzt-mein-sterbehelfer


Medienmitteilung vom 13. September 2018: „Beihilfe zum Suizid beim Arztbesuch – sicher nicht!“

Fanas, den 13. September 2018 – Wenn es nach den neuen Richtlinien «Umgang mit Sterben und Tod» der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) geht, wird die ärztliche Ethik in ihr Gegenteil verkehrt. Die SAMW will ab dem 25. Oktober die Beihilfe zum Suizid als mögliche Tätigkeit des Arztes standesrechtlich legitimieren. Jeder, der als urteilsfähig eingestuft wird, soll Suizidhilfe verlangen können. Eine Beteiligung an Selbsttötungshandlungen widerspricht aber diametral der ärztlichen Ethik und dem ärztlichen Berufsauftrag.

MI_ Beihilfe zum Suizid beim Arztbesuch – sicher nicht_ 100918.doc


Keine Aufnahme der neuen SAMW-Richtlinien ins Standesrecht

Die SAMW hat am 6. Juni 2018 die äusserst umstrittenen Richtlinien «Umgang mit Sterben und Tod» veröffentlicht. Der Zentralvorstand der FMH und der Vorstand der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich (AGZ) wollten die Veröffentlichung verhindern und wurden von der SAMW übergangen. Da neu Ärzte Beihilfe zum Suizid bei nicht tödlichen Krankheiten leisten können sollen, werden «die Grenzen ärztlichen Handelns überschritten», stellen Präsident und Generalsekretär der AGZ fest.

Am 25. Oktober 2018 wird die Ärztekammer der FMH über die Aufnahme der Richtlinien in die Standesordnung zu befinden haben. Eine Annahme würde bedeuten, dass diese Richtlinien auf die Stufe des Standesrechtes erhoben und damit für alle Mitglieder der FMH verbindlich würde. Dies gilt es in einem ersten Schritt zu verhindern. Im übrigen steht dringend eine öffentliche Diskussion darüber an, wie wir eigentlich unser Zusammenleben gestalten und einander auch in schwierigen Lebenssituationen ermutigen und beistehen wollen.

Ablauf und Inhalt sowie die wichtigesten Argumentationen können Sie nachfolgendem Text entnehmen:

Argumente gegen SAMW-RL Umgang mit Sterben und Tod 8.2018

ARGUMENTS ASSM_frz (3)

 

 


Bundesrat unterschlägt Halbierung der Wartefrist vor Organentnahme

Bundesrat unterschlägt Halbierung der Wartefrist vor Organentnahme

 (Zug, 6. Nov. 2017) Laut Medienmitteilung hat der Bundesrat am 18. Okt. beschlossen, das revidierte Transplantationsgesetz (TxG) per 15. Nov. 2017 in Kraft zu setzen. Die Transplantationsverordnung verweist zur Feststellung des Todes auf die ebenfalls revidierten SAMW-Richtlinien «Feststellung des Todes im Hinblick auf Organtransplantationen und Vorbereitung der Organentnahme». Diese revidierten Richtlinien treten als Anhang gleichzeitig mit der Revision des TxG in Kraft.

Mit keinem Wort wird in der Medienmitteilung des Bundesrates erwähnt, dass die SAMW-Richtlinien eine einschneidende Veränderung bezüglich der Organentnahme nach Herz-Kreislaufstillstand enthalten. Bisher galt nach dem Herz-Kreislaufstillstand bis zur Hirntoddiagnostik eine Wartezeit von 10 min. Diese wurde auf 5 min. verkürzt. Die Regelung gilt sogar für Säuglinge ab dem 28. Lebenstag. Als die SAMW die Richtlinie in die Vernehmlassung brachte, betrug die Frist noch 10 min. Die einschneidende Halbierung auf 5 min. hätte eine weitere Vernehmlassung nach sich ziehen müssen. Etliche Vernehmlassungsteilnehmer hätten in Kenntnis dieser Änderung protestiert.

Warum spielt die Reduktion von 10 auf 5 min. eine Rolle? Wie die SAMW-Richtlinien in ihrer Präambel festhalten, legt das Transplantationsgesetz als Kriterium für den Tod eines Menschen den irreversiblen Ausfall sämtlicher Funktionen seines Hirns einschliesslich des Hirnstamms fest.

Der irreversible Funktionsausfall des Grosshirns nach Herz-Kreislaufstillstand tritt nach etwa 5 min. ein. Die Überlebensdauer des Hirnstammes wird mit bis zu 10 min. oder etwas länger nach Herz-Kreislaufstillstand beobachtet. Das hat mit der unterschiedlichen Empfindlichkeit der Hirnstrukturen zu tun. Die bisher festgelegte 10 minütige Wartezeit hat diesem Umstand Rechnung getragen.

Deshalb ist der irreversible Ausfall des Gehirns einschliesslich des Hirnstamms mit der Reduktion auf 5 min. nicht mehr gewährleistet. Der Eindruck drängt sich auf, dass die Wartezeit, die den Organspender schützen sollte, zugunsten möglichst frischer Spenderorgane verkürzt wird.

Die Deutsche Bundesärztekammer lehnt generell eine Organentnahme nach Herz-Kreislaufstillstand mit der Begründung ab, die Todesfeststellung sei unsicher. Dies belege jede auch nur vorübergehend erfolgreiche Reanimation. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie teilen diesen Standpunkt. Auch namhafte Neurologen kritisieren aufgrund der Unsicherheitsfaktoren das Konzept der Organspende nach Tod durch Herz-Kreislaufstillstand.[1]

Die Unterzeichnenden protestieren gegen diese Änderung und verlangen, dass der Bundesrat die Inkraftsetzung des TxP aufschiebt, bis die SAMW den umstrittenen Punkt geändert hat. Der Bund gibt für die Kampagne „Rede über Organspende“ pro Jahr 1,65 Millionen Franken aus. Dass der Bundesrat zugleich entscheidende Lockerungen in den Richtlinien über die Todesfeststellung verschweigt, ist nicht akzeptabel.

Nur einen Tag nach dem Entscheid des Bundesrates wurde eine Volksinitiative gestartet, welche die bisherige Regelung, d.h. die sog. Zustimmungslösung, durch die sog. Widerspruchslösung ersetzen soll. Im Klartext: Wer sich neu für den Fall seines Todes nicht ausdrücklich gegen die Weiterverwendung seiner Organe ausgesprochen hat, gilt automatisch als Organspender. Damit soll der akute Mangel an Spenderorganen bekämpft werden. Mit der verheimlichten Halbierung der Wartefrist wird das Vertrauen der Bevölkerung in die gesetzlichen Regelungen zur Organspende erschüttert. Dies gilt umso mehr, als den wenigsten bewusst ist, dass Organspenden nicht nur nach dem klassischen Hirntod, sondern auch nach Herz-Kreislaufstillstand vorgenommen werden. Eine intensive Diskussion in der Öffentlichkeit ist deshalb ein absolutes Muss, bevor die geplante Revision des TxG in Kraft gesetzt werden kann.

 

 

 

Unterzeichnende:

 

  • Hippokratische Gesellschaft Schweiz
  • Human Life International Schweiz
  • Schweizerische Gesellschaft für Bioethik
  • Vereinigung Katholischer Ärzte der Schweiz

 

 

KONTAKT:

 

Human Life International (HLI) Schweiz, Postfach 1307, 6301 Zug

041 710 28 48, office@human-life.ch, Webseite: www.human-life.ch

[1] vgl. Heide W., «Non-heart-beating donors» sind nicht geeignet. Nervenarzt 87 (2016) 161-168. nervenarzt-87-2016-161-168

vgl. Meeker JW, Kelkar AH, Loc BL, Lynch TJ., A Case Report of Delayed Return of Spontaneous Circulation: Lazarus Phenomenon. Am J Med 129 (2016) e343-e344.

vgl. Cummings BM, Noviski N., Autoresuscitation in a child: The young Lazarus. Resuscitation 82 (2011) 134.

 

 

 

 

 


Hilfe beim Sterben, Hilfe zum Sterben oder Hilfe zum Leben?

Artikel im Swiss Medical Forum 2017;17(35):738-742

Grundlegender Artikel zur Rechtslage und ethischen Einordnung der verschiedenen Begriffe in der Debatte um die Sterbehilfe von Dr. med. Karen Nestor, Mitglied der Nationalen Ethikkommission (NEK), Dr. med.K. Ebneter, Dr. med. Ciril Hvalic, Prof. Dr. med. Michael Brändle, Dr. med. Daniel Büche

uebersichtsartikel-sterbehilfe-karen-nestor-smf-nr-35-2017


Neue künstlerische Gestaltung des Hippokratischen Eides

Dem Zürcher Konzeptkünstler Theo Dannecker* verdanken wir ein gelungenes Werk, das den Hippokratischen Eid in zwei Bildern visualisiert. An der Mitgliederversammlung der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz im April 2017 stellte er seine Arbeit vor. Sie soll in Arztpraxen und Spitälern einen Platz finden und mithelfen, die zentralen Werte der ärztlichen Ethik – unabdingbar für eine menschliche Medizin – zu bewahren.

Theo Dannecker (*1938) lebt und arbeitet als Bildender Künstler in Zürich und führt seit 1972 in seinem Atelier die «Schule für Zeichnen und Gestalten». Er studierte Malerei an der Kunstgewerbeschule Zürich und Bildhauerei an der Königlichen Akademie in Kopenhagen. Längere Aufenthalte in Irland und Kanada folgten (….) 1974 fand seine erste grössere Einzelausstellung in der städtischen Kunstkammer zum Strauhof,  Zürich statt. Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen folgten. (aus: «Kunst, Pädagogik, Verantwortung», Jochen Krautz (Hg), ATHENA)

Die Drucke im Format 40 x 50 cm können zum Preis von CHF 250.-+ Porto bestellt werden bei: Hippokratische Gesellschaft Schweiz, Wingertweg 3, 7215 Fanas oder unter hgs.ch@gmx. Der Erlös der Bilder wird jeweils zur Förderung von wertvollen Projekten im Gesundheitswesen oder im humanitären Bereich verwendet. Der Ertrag der ersten 50 Bilder geht an die Stiftung Kinderspital Kantha Bopha von Dr. med. Beat Richner.

siehe auch unter Literatur

 


Vorstellung unserer Gesellschaft in der SAEZ Nr.40, 2016

In der SAEZ NR. 40, 2016 wird die Hippokratische Gesellschaft mit ihrem Positionspapier vorgestellt. Orginalartikel siehe unten:

vorstellung-hgs-saez-nr-40-2016


PRESSEMITTEILUNG: Die Hippokratische Gesellschaft Schweiz verurteilt die verabscheuungswürdige Tötung eines 17jährigen Jugendlichen in Belgien

PRESSEMITTEILUNG

Die Hippokratische Gesellschaft Schweiz verurteilt die verabscheuungswürdige Tötung eines 17jährigen Jugendlichen in Belgien
Es handelt sich um einen gravierenden Angriff auf die Menschenrechte, die christlich-europäischen Grundwerte und den Schutz des Lebens im Rechtsstaat

(mehr …)


Die Bedeutung des hippokratischen Eides für die heutige Zeit

Die Notwendigkeit eines neuen, verpflichtenden Eides wurde postuliert und andiskutiert. Begründet wird dies mit aktuellen Problemen wie der Ökonomisierung in der Medizin. Gleichzeitig versucht man, die Bedeutung des Hippokratischen Eides zu relativieren und ihn als unzeitgemäss abzutun. Die Hippokratische Gesellschaft Schweiz legt die unveränderte Aktualität des Hippokratischen Eides dar.

Zur Bedeutung des Hippokratischen Eides in der heutigen Zeit SAEZ Nr. 23 2016


Manifest für eine freie, verantwortungsvolle und menschliche Medizin

Das «Manifest für eine freie, verantwortungsvolle und menschliche Medizin» entstand unter Mitwirkung der Teilnehmer unserer Mitgliederversammlungen, weitere Gedanken verschiedenster Kollegen weit über unseren Verein hinaus wurden einbezogen.
Es soll die dringend notwendige Grundsatzdiskussion über die Entwicklungen in unserem Gesundheitswesen anstossen. Es geht darum, dass die ganze Bevölkerung darüber informiert wird, dass grundlegende Pfeiler unseres Gesundheitswesens in atemberaubendem Tempo zerstört werden. Ähnlich wie bei der Lehrplandiskussion (Lehrplan 21) soll der Arztberuf in seiner bisherigen Forma abgeschafft und wesentliche Aufgaben des Arztes durch dafür weniger qualifizierte Paramediziner übernommen werden (Apotheker, Gesundheitscoaches, Advanced Nurses, usw.). Die Qualität der Versorgung nimmt durch diese bereits laufenden Reformen dramatisch ab und der neu sogenannt «gesundheitskompetente» Patient wird auf sich selber zurückgeworfen.
Im Manifest werden diese Abläufe angesprochen, die wichtigsten Grundpositionen für eine freie, menschliche und verantwortungsvolle Medizin nochmals formuliert und festgehalten und Massnahmen vorgeschlagen. Das Dokument soll als Grundlage dienen, mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen, aber auch mit Patienten und Mitbürgern diese Vorgänge zu diskutieren. Sie alle sind eingeladen, dieses Manifest zu unterzeichnen und im persönlichen Gespräch weiterzugeben. Kommentare und Vorschläge sind herzlich willkommen; wir freuen uns über jeden, der dieses Anliegen aktiv unterstützt. Kontaktperson ist unser Vorstandsmitglied, Frau Dr. med. G. Wirth Barben.

manifest-medizin.ch